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Sonus Paradisi

Zwolle, 1721 [Hauptwerk]

Zwolle, 1721 [Hauptwerk]

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Die Schnitger-Orgel der „Grote of St. Michaelskerk“ in Zwolle (1721)

Die Geschichte und das Schicksal der Orgel der St. Michaelskerk in Zwolle sind ziemlich typisch für fast alle wichtigen europäischen Instrumente: Sie wurde von der renommierten barocken Orgelbauerfamilie Schnitger gebaut, unterlag Veränderungen, die den wechselhaften Moden verschiedener Epochen entsprechen, und wurde schließlich in ihre vermeintliche barocke Form zurückrestauriert.

Im Jahr 1718 spendete Bernard Hüte, Arzt und Stadtbürgermeister von Zwolle, 12.000 Gulden für den Bau einer neuen Orgel. Sein Bruder Thomas fügte weitere 2.000 Gulden hinzu. Zu dieser Zeit traf ein Zwolle-Händler, der geschäftlich in Hamburg war, Vincent Lübeck, den Organisten von St. Nicolai in Hamburg, der empfahl Arp Schnitger Zu den Behörden von Zwolle als Bauunternehmer für die neue Orgel. Dies führte zu dem Auftrag, eine neue Orgel in Zwolle zu bauen. Da Arp Schnitger 1719 starb, einige Monate nach Beginn des Baus, vollendeten seine Söhne die neue Orgel im Jahr 1721.

Im Laufe der Zeit erlebte das Organ zahlreiche nachteilige Veränderungen. Besonders bemerkenswert sind die umfangreichen Restaurierungen und Modifikationen, die 1837 von Petrus van Oeckelen (Groningen), einschließlich der Umstellung der Orgel auf gleichstufige Stimmung. 

Nach dem Zweiten Weltkrieg stellte sich eine umfassende Renovierung als unerlässlich heraus. Nach vielen Diskussionen wurde beschlossen, die Orgel sehr nah an die ursprüngliche Situation von 1721 zurückzuführen und auch die ursprüngliche hohe Stimmung (a’= 502 Hz) wiederherzustellen. 1950 baute der Orgelbauer Dirk Andries Flentrop (Zaandam) wurde mit dieser Aufgabe betraut, die er im Zeitraum von 1953-1955 durchführte. Es stellte sich heraus, dass das Chaos der Rohre über Jahrhunderte, geschaffen von verschiedenen Orgelbauern, immer noch genügend originales Material enthielt, um die ursprünglichen schnitgerianischen Skalen zu rekonstruieren. 

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